Hochsensibilität, Autismus, AD(H)S und Co. neu denken

 

Was ist bloß los mit unseren Kindern?
Was ist los mit uns Menschen?

Seit über 12 Jahren arbeiten wir in der aufsuchenden Familientherapie für Familien in Krisen. Grundlage unserer Arbeit ist das systemische Denken und Handeln. Eines haben wir bei „unseren“ Familien immer wieder gesehen: Weder das Erklärungsmodell „erziehungsschwache Eltern“ noch „biografische Traumata“ konnten hinreichend erklären, was mit dem „Problemkind/ Symptomträger“ wirklich los war. Ebenso wenig die landläufigen Definitionen von z.B. Autismus, ADS, ADHS, Hochbegabung, Depression usw. Diagnosen, die nur teilweise zutreffen, Therapien, die nicht langfristig greifen, wiederkehrendes oder anhaltendes Unglück auf allen Seiten.

Grenzüberschreitend? Depressiv? Schulmüde? Empathielos? Ängstlich? Konzentrationsschwach?

In manchen Situationen ganz sicher. Aber in anderen Situationen sind die Kinder und Jugendlichen, die wir antreffen, genau das Gegenteil. Die Frage ist: Wie geht das zusammen? Und unsere Antwort aus all den Jahren Erfahrung mit hunderten Familien: Es geht zusammen, aber anders.
Das Grundproblem ist die Annahme, dass es ein „Richtig“ und ein „Falsch“ gibt: Du verhältst dich richtig, wenn du das tust, was von dir erwartet wird. Du bist richtig, wenn du dem sozialen Prototyp entsprichst. Wie und wer dieser Prototyp ist, bestimmt die Gesellschaft, in der wir leben. Und die Gesellschaft in unseren Köpfen.

Grenzüberschreitend? Depressiv? Schulmüde? Empathielos? Ängstlich? Konzentrationsschwach?

In manchen Situationen ganz sicher. Aber in anderen Situationen sind die Kinder und Jugendlichen, die wir antreffen, genau das Gegenteil. Die Frage ist: Wie geht das zusammen? Und unsere Antwort aus all den Jahren Erfahrung mit hunderten Familien: Es geht zusammen, aber anders.
Das Grundproblem ist die Annahme, dass es ein „Richtig“ und ein „Falsch“ gibt: Du verhältst dich richtig, wenn du das tust, was von dir erwartet wird. Du bist richtig, wenn du dem sozialen Prototyp entsprichst. Wie und wer dieser Prototyp ist, bestimmt die Gesellschaft, in der wir leben. Und die Gesellschaft in unseren Köpfen.

Anders sein ist kein Defekt – Anders sein ist Normalität – wir müssen nur verstehen ...

Viele Diagnosen und Therapien für „Systemsprenger“-Kinder – egal wie sie sich verhalten: Extrovertiert, introvertiert…, kranken daran, dass ihre Persönlichkeit und ihr Verhalten als defizitär und unangemessen betrachtet werden. Sie sollen geheilt werden, zurechtgerückt, eingegliedert. Wir möchten aber mit allen direkt und indirekt „Betroffenen“ teilen, was wir in unserer täglichen Praxis gelernt haben: Dass es eine Spezies Mensch gibt, die anders tickt als die vermeintliche Masse. Dass es darum geht, in ein tieferes Verständnis füreinander zu kommen. Damit wir wieder gemeinsam in Frieden und Fröhlichkeit kommen können.

Deshalb möchten wir hier erzählen, was genau es mit den Wölfen und Bären auf sich hat. [mehr lesen]

Wir ertragen es nicht länger, Menschen leiden zu sehen.

Menschen in Familiensystemen, in denen meist ein Kind das Zentrum schwerer emotionaler Krisen aller Beteiligter ist. Verzweifelte Mütter, Väter, Alleinerziehende, Eltern, Großeltern, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Geschwister. Aber warum ist es so schwierig, in Schule, der Familie, mit Freunden? Warum fühlen sich alle schlecht, deprimiert, hilflos, gescheitert und oftmals hoffnungslos? Sind die Gründe eine mangelhafte Erziehung, streitende, überforderte, desinteressierte, oder „Helikopter- Eltern“, die die Grundlage dafür bilden? Sind Trennung, Patchwork oder gar „schlechte Gene“ die Ursache? Immer öfter gibt es eine Diagnose. [weitere Informationen]
Gerade im mompox Verlag erschienen …
ISBN: 978-3-948070-25-0
Softcover, 208 Seiten
18 Euro
Jetzt überall im Buchhandel erhältlich oder [hier] bestellen.

Webinar: Dienstag 05.03.2024, 19:30 Uhr

„Auch im nächsten Monat geht es weiter mit unserer Online-Eventreihe! Und zwar am 5. März mit Verena Karl und Eduard Sadžakov. Beide von ihnen sind Gründungsmitglieder des Verbands Neurodiversität.

Verena und Eddy arbeiten seit über 12 Jahren in der aufsuchenden Familientherapie für Familien in Krisen. Grundlage ihrer Arbeit ist das systemische Denken und Handeln. Über Jahre machten sie immer wieder dieselbe Beobachtung: Weder das Erklärungsmodell erziehungsschwache Eltern noch biografische Traumata konnten hinreichend erklären, was mit dem Problemkind/ Symptomträger wirklich los war. Ebenso wenig die landläufigen Definitionen von Autismus, ADS, ADHS, Hochbegabung, Depression und anderen Diagnosen, die nur teilweise zutrafen. Die entsprechenden Therapien griffen nicht langfristig, es kam zu wiederkehrendem oder anhaltendem Unglück auf allen Seiten.

Im Verlauf der Jahre wurde für Verena und Eddy klar: Die Diagnosen klassifizieren die Kinder als »falsch«. Ein »falsch«, das es genauso wenig gibt wie ein »richtig«. Vielmehr wurde den beiden klar, dass es eine Gruppe Menschen gibt, die anders tickt als die vermeintliche Masse. Und dass es nicht darum geht, die einen zu therapieren, damit sie in die Welt der anderen passen, sondern darum, in ein tiefes Verständnis füreinander zu kommen. Aus diesem Gedanken entwickelten sie die Metapher von Wolfs- und Bärenmenschen.

Diese hat sich seit dem ersten Lesen von Verenas und Eddies Buch fest in meinen Alltag integriert. Und klar: Ich bin eine Bärin! Darum freue ich mich ganz besonders auf den Beitrag und auf die anschließende Diskussion.

Sei auch du dabei!“

(Auszug aus dem Newsletter vom Verband Neurodiversität D-A-CH, von Noemi Sacher)

Anmeldung auf der Homepage von www.neurodivers-dach.org – Der erste Dienstag im Monat.
oder hier: Anmeldung

Wir freuen uns auf euch!
Bist du dabei?

 


Unser Buch „Von Wölfen und Bären“

[mehr Infos] 


Pioniere auf neuem Gebiet

Als Frau Karl und Herr Sadzakov das erste Mal zu uns kamen, hatten wir schon einen langen Leidensweg hinter uns.
Auffällig wurde unser lieber Sohn eigentlich schon viele Jahre früher, in der fünften Klasse. Und weil es niemand besser wusste, nicht wir, aber auch niemand vom Fach (Pädagogen, Lehrer, Psychotherapeuten, etc.), haben wir unzählige Maßnahmen und Gespräche immer mit der Vermutung auf ein Mobbing-Problem, Unlust auf die Schule usw. durchgeführt.
Im Gegensatz zur öffentlichen Schule hat uns unser zuständiges Jugendamt jegliche Hilfe zukommen lassen und war immer für uns da. Im Nachhinein müssen wir zugeben: Unser Sohn hat auch damals schon wirklich gekämpft. Aber nach etwa 3 Jahren ging es einfach nicht mehr: er konnte nicht mehr zur Schule gehen – nicht einmal in eine Privatschule mit sehr kleinen Klassen. Er war völlig verschlossen, in sich gekehrt, nahm an Familienunternehmungen nicht mehr teil und hatte auch keine sozialen Kontakte mehr. Sein Vertrauen in weitere Therapien/Hilfen war nicht mehr vorhanden, da man ihm trotz verschiedener Therapieansätze, Ergotherapie und einem 9-wöchigem Tagesklinikaufenthalt nicht helfen konnte. Die Allgemeinmedizin attestierte ihm ein Autoritätsproblem und narzistische Züge. Auf Empfehlung des Jugendamtes nahmen wir Kontakt mit dem „Netzwerk Zaunkönig“ von Frau Karl und Herrn Sadzakov auf. Schon beim ersten Termin erzählten die beiden uns von Wölfen und Bären, und wir fühlten uns verstanden. In den ersten Monaten war es ein auf und ab. Wir waren immer wieder von Zweifeln geprägt. Aber durch die vielen Gespräche – gemeinsam und einzeln – haben wir nach und nach verstanden, wie es in unserem Sohn aussah. Das war gut für ihn, aber auch für uns. Es kehrte immer mehr Frieden und Ruhe in unsere Familie zurück. Die Termine waren immer der Familiensituation und aktuellen Themen angepasst. Wir alle entwickelten Verständnis und Geduld – die absoluten Hauptzutaten. Nach 1 ½ Jahren unternahm unser Sohn wieder erste zaghafte Versuche, am Leben teilzunehmen. Ein weiteres Jahr später hatte er sich bereits unglaublich weiterentwickelt. Es war eine Freude, dabei zuzusehen. Er legte sich mehrere Hobbies zu, konnte fast wieder ganz normal Zug fahren, hat sich selbständig einen Nebenjob besorgt, legte zwei Schulabschlüsse ab und kann seit einigen Monaten wieder auf eine „ganz normale“ öffentliche Kollegschule gehen. Die beiden Therapeuten haben durch ihre Fachkenntnis, Methodik (u.a. systemischer Ansatz) und durch ihre Sichtweise auf den Menschen dazu beigetragen, dass unser Sohn wieder ein frohes, selbstbewusstes, vielseitiges Leben führen kann. Er hat es aber auch gewollt und gut mitgearbeitet. Er weiß nun, wie man mit extrem sensiblen Antennen umgeht, sich selbst und Situationen einzuschätzen. Frau Karl und Herr Sadzakov sind für uns Pioniere auf neuem Gebiet, weil es nicht darum geht, Menschen zu uniformieren, gleich zu machen. Die beiden lassen die Bären und die Wölfe wie sie sind und helfen ihnen, mit ihren Eigenschaften (nicht „Krankheiten“) umzugehen. Aber es braucht Geduld.
Herzlichen Dank von Birgitta und Hartmut mit Kindern!
Birgitta und Hartmut mit Kindern

Danke für alles!

Nachdem die Konflikte mit meiner Tochter immer wieder eskalierten und ich das Gefühl hatte, unser Familienleben wäre eher ein Kriegszustand als ein friedlicher Rückzugsort, habe ich mich an das Jugendamt gewandt. Recht schnell bekam ich die Unterstützung von Frau Karl und Herrn Sadzakov als Familientherapeuten angeboten. Aufgrund von vorherigen Beratungen in anderen Institutionen, die nicht meinem pädagogischen Verständnis entsprachen, war mir wichtig, den Fokus auf die Beziehung zu meinen Töchtern zu legen. Ich wollte nicht nur, dass das unerwünschte Verhalten bzw. die Aggressionen einfach aufhörten, ich wollte verstehen, warum sie so reagierten.
Vom ersten Gespräch an wurde mir Verständnis und Wertschätzung entgegengebracht, was mir unglaublich half, meine Schuldgefühle zu lindern. Ich konnte aber auch Verständnis für mich und meine Verhaltensstrategien entwickeln und erkennen, wodurch sich diese entwickelten. Vor allem aber konnte ich auch Verständnis für meine Tochter bzw. beide Kinder aufbringen.
Wenn ich jetzt zurückblicke, ist der Beginn unserer Gespräche erst etwa 1 Jahr her, aber innerhalb dieser kurzen Zeit fand ein unglaublicher Entwicklungsprozess in unserer Familie und in mir persönlich statt. Ich begegne meinen Kindern nun mit neuem Verständnis, Wertschätzung und Liebe. Alle Gefühle werden angenommen. Auch Wut. Ich kann meine Kinder nun in ihrer Wut begleiten, sodass wir klären können, wodurch die Wut ausgelöst wird bzw. welches nicht beachtete Bedürfnis dahintersteht.
Es ist ein unglaublich schönes Gefühl zu merken, dass meine Kinder und ich uns wieder mit Liebe begegnen. Früher war ich ständig unter Druck und hatte Angst, dass es gleich wieder eskaliert und das stand zwischen uns! Nun bin ich ruhig und versuche, mein Verhalten und Reaktionen zu reflektieren. Auch wenn es sich etwas kitschig anhört, ich fühle mich als Mama nun wie der Fels in der Brandung, welcher den Sturm der Gefühle gut aushalten kann und immer da ist.
Danke für alles!

Kompetent + professionell + offen + wertschätzend + vertrauensvoll + sympathisch

Mit der Geburt unseres zweiten Kindes fing es an, in unserer Familie stressiger zu werden und mit Kindergartenbeginn wurden auch die Streitereien zwischen uns Eltern über die Erziehung immer heftiger. Normale Pädagogik funktionierte nicht, Strenge schonmal gar nicht und als uns die Erzieherin ansprach, wir sollten unseren Sohn auf Hochbegabung testen lassen, suchten wir uns eine Kinderpsychiatrische Praxis in der Nähe, ohne hilfreiche Ergebnisse. Nachdem bei einem Hausbesuch die Jugendamtsmitarbeiterin sagte, dass unser Sohn Asperger haben könnte, empfahl sie uns eine mit Autismus erfahrene Praxis in Düsseldorf. Diese konnte diagnostizieren, dass unser Sohn sprachlich hochbegabt ist und im Autismus Spektrum Richtung Asperger liegt und wir uns mit empfohlener Literatur darauf einstellen sollten.
Wir mussten erstmal nachlesen, was das genau bedeutet und dachten: „Das wollen wir nicht“ und hatten Ängste, dass er abgestempelt wird, aber hatten nun auch eine Gewissheit.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und der nun vorliegenden Diagnose durften wir mit diesen beiden Experten (Frau Karl und Herr Sadzakov) zuammen „arbeiten“. Sie haben uns wertschätzend auf dem Weg begleitet, vertrauensvoll einen Rahmen für unsere Familie zu schaffen, in dem sich jeder wohlfühlen und sich entwickeln kann. Dabei wurde unser Selbstbewusstsein gestärkt und wir konnten anerkennen, dass bei uns manches anders läuft und es gut und wichtig ist, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Sie haben es geschafft, bei jedem noch so schwierigen Thema in die Tiefe zu gehen und trotz mancher unserer Unsicherheiten und Unterschiedlichkeiten, dass beide Elternteile immer mit einem guten Gefühl aus den Gesprächen gehen konnten. Des Weiteren konnten wir anschaulich Wissen über die Besonderheiten erlangen und gewinnbringend in unseren Alltag einfließen lassen und lernen mit den speziellen Eigenschaften unseres Kindes umzugehen.
Vorher waren die Selbstzweifel oft groß, weil vieles anders lief als man erhoffte, es oft sehr anstrengend war und unsere Familie belastete.
Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung, weil so deutlich mehr Ruhe ins Familiensystem gekommen ist und wir alle davon profitieren. Wir haben den Schritt zur Diagnose nicht bereut, weil uns dadurch sehr geholfen werden konnte bei einer heilpädagogischen Praxis wie auch der familientherapeutischen Beratung durch Frau Karl und Herrn Sadzakov. Wir verstehen nun vieles besser und können selbstbewusst entsprechend handeln.
Kirsten und Björn

Es ist mir immer wieder eine Freude mit euch zu arbeiten

Meine Gedanken und Erfahrungen durch eure Fortbildungen oder Supervisionen sind mittlerweile tief in mir verankert und täglicher Begleiter in meinem beruflichen Umfeld aber auch in meinem privaten Bereich. Ich gehe gerne in den Austausch und verknüpfe erlernte Inhalte eurer Studien, sowohl im persönlichen und besonders im beruflichen Umfeld. Es ist mir immer wieder eine Freude mit euch arbeiten zu dürfen und bringt mich persönlich weiter durch eure und meine eigenen Erkenntnisse.
Vielen Dank, dass ihr euch stetig weiterentwickelt und dies mit uns, mit mir, teilt.
Korinna / AWO Kita Wachtendonk

Sie gehören zu den Menschen, die wirklich verstehen

Ich erinnere mich noch sehr genau an unser erstes Gespräch über die Bären. Damals war ich mittendrin im absoluten Gefühlschaos. Ich berichtete von jemandem, der mir emotional sehr nahestand und hatte jede Menge Fragezeichen im Kopf. Nach kurzer Zeit griff Verena meine Fragen auf und erzählte mir so einiges über Autismus und die Bären. Beim Zuhören fiel bei mir sprichwörtlich ein Groschen nach dem anderen. An diesem Tag begann meine Reise. Ich fing an zu lesen, zu hinterfragen, zu verstehen. Das war vor ca. 4 Jahren. Auch heute helfen mir die zahlreichen Bilder und Vergleiche, die die Beiden ständig parat haben, immer wieder. Ich habe bei ihnen das Gefühl, ernst genommen und wirklich verstanden zu werden, besser als bei jeder anderen „Fachkraft“ bisher. Sie gehören zu den Menschen, die wirklich verstehen und sie haben immer wieder kreative und individuelle Lösungsansätze. Es ist deutlich spürbar, dass die Arbeit mit Wölfen und Bären für sie nicht nur Beruf, sondern Berufung und Mission sind.
Nina / 2-fache Mutter von Bärenkindern